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Jeff Green trifft … Markus Gründel

03.09.2015 17:16| Typisch Jeff!| geschrieben von Dieter Liou

Markus Gründel Geocaching

  • Name: Markus Gründel
  • Alter: 41
  • Wohnort: Hannover
  • Nick: schlumbum
  • Tätigkeit: Schriftsteller, GPS-Trainer

★★★

Hallo Markus, vielen Dank, dass du uns dieses Interview gibst! Die Geocaching-Bewegung in ihrer heutigen Form gibt es ja mittlerweile schon seit ein paar Jahren. Wie und wann wurdest du vom „Geocaching-Virus“ infiziert und was hat dich dazu bewogen, deinen Lebensunterhalt mit dieser Thematik zu bestreiten?

Infiziert wurde ich schon recht früh im Frühjahr 2002. Hintergrund war, dass ich kurz vorher in die Outdoor-Branche gewechselt bin und nun auch GPS-Geräte verkaufen sollte. Die konnten damals deutlich weniger, in etwa so viel/wenig wie das alte „etrex yellow“  haben aber doppelt so viel gekostet, also keine Anschaffung „für mal eben so“.

Nun gehöre ich seitjeher zu den Menschen, die technische Spielereien lieben und das gut verkaufen, was sie selbst ausgiebig getestet haben – kurz, ich brauchte ein Alibi für die Anschaffung eines GPS.

Und da bin ich über einen Newsticker eines Outdoor-Magazins gestolpert, der in etwas so lautete: „Schatzsuche mit GPS, www.geocaching.com“ Ich hatte daheim also nichts eiligeres zu tun, als die HP zu besuchen und zu schauen, was so in Hannover liegt, in der Nähe (5km Luftlinie) war auch einer versteckt, also auf und suchen und dann war ich infiziert.

 

 ★★★

Dein im Conrad Stein Verlag erschienenes Buch „Geocaching“ hat sich seit der Veröffentlichung zu dem deutschsprachigen Standardwerk für alle Geocacher entwickelt. Hattest du mit so einem Erfolg gerechnet?

Nee! Die Idee zu dem Buch ist „so nebenbei“ entstanden. In 2005 hatte Hannover bereits eine etablierte Szene, die sich immer wieder mit trickreichen Verstecken übertrumpfte, was zur Folge hatte, das die CGA(Cacher Grund Ausstattung), also die Tools zum Bergen/Öffnen der Caches, ständig wuchs und wuchs.

Das wollte natürlich untergebracht werden und so kamen wir eines Abends im Rahmen eines Stammtisches auf die Idee, einen passenden Rucksack zu entwickeln. Da ich ja von beruflicher Seite durchaus Kontakte zu Outdoorausrüstern habe, machte ich mich an eine Produktbeschreibung, bei der ich auch das damals sehr unbekannte Hobby zu umschreiben hatte. Ja, und als dann ein paar A4-Seiten gefüllt waren, kam die Idee ein Buch darüber zu schreiben.

Als erstes habe ich beim Conrad Stein Verlag angefragt, da ich schon lange mit deren Büchern gewandert bin und mir die Basixx-Reihe am passendsten schien. Damals war Geocaching auch noch mehr ein Wald- und Wiesen-Sport, was mir bei der Überzeugung des Verlages half. So machte ich mich 2006 an die Arbeit und es wurde einer von damals 250 (heute ca. 350) Titeln des Verlages.

Im Mai 2007 ging dann die erste Auflage an den Start, zeitgleich mit dem Buch des Bernhard Hoecker, der all die Anekdoten erzählt, die einem Geocacher so passieren. Eine große Online-Verkaufs-Plattform erkannte sehr schnell, das es nun zwei Bücher auf dem Markt gab und hat immer beide zusammen angeboten – sicher nicht wissend wie perfekt sich beide Bücher ergänzten, denn in meinem sind alle Fragen behandelt, die ein Einsteiger (und manch ein Fortgeschrittener) wissen sollte.
Als sich dann 2009 das Geocaching-Magazin anbahnte – man hatte ja schon oft über ein Printmedium philosophiert, es aber nie umgesetzt, bis dato. – für das ich ja einiges geschrieben habe, musste ich feststellen, dass ein Tag nur 24 Stunden hat und habe so meine „richtige“ Arbeit der freiberuflichen Tätigkeit geopfert.

 

★★★

Trotz teilweise breit angelegter Berichterstattung in den Mainstream-Medien ist für viele Menschen der Begriff „Geocaching“ nach wie vor ein Fremdwort. Wie sieht man als „professioneller Geocacher“ diesen Umstand?

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge ;-) Also, eigentlich kann heutzutage jeder mit dem Begriff  Geocaching etwas anfangen, spätestens wenn die Stichworte „Schnitzeljagd“ und „GPS“ fallen.
Ärgerlich ist die oft falsche oder reißerische Darstellung des Hobbys – ich kann mich an einen Beitrag einer namenhaften Sendung erinnern, wo Stöckelschuhbewährte Damen mit Metallsuchgeräten losgezogen sind.

Nicht jeder Geocacher klettert auf die höchsten Bäume oder taucht in die tiefsten Seen, das sind Randerscheinungen; die Masse ist in Stadt und Land unterwegs, nicht umsonst ist es ein familienfreundliches Hobby, dass Jung und Alt auf Augenhöhe miteinander spielen lässt.

 

★★★

Dein neues Buch, „Geocaching – Mysterys, Rätseln und Lösungen“ befasst sich – wie der Titel unschwer vermuten lässt – mit den sogenannten „Mystery-Caches“; kannst du uns kurz erklären, was die besondere Faszination an diesen Caches ausmacht und was dich dazu bewogen hat, diesem Thema ein eigenes Buch zu widmen?

 
Das dürfte die gleiche Faszination sein, die Menschen Kreuzworträtsel oder Sodokus lösen lässt, mit dem Unterschied, dass man nach der richtigen Entschlüsselung wieder raus/losziehen kann, um den errätselten Cache zu heben und sich in das Logbuch einzutragen.

Nun, in meinem ersten Buch habe ich mich ja schon im Anhang einigen gängigen Verschlüsselungen gewidmet, die mir in meiner Cacherlaufbahn so über den Weg gelaufen sind. Dieser Teil ist auch für den gestandenen Cacher interessant und wird gerne mit auf Tour genommen, trotz dem (nicht immer) allgegenwärtigen Internet und mich haben immer wieder Anfragen erreicht, ob ich nicht nur diesen Teil als Nachschlagehilfe veröffentlichen könne, was so natürlich nicht geht. In Leipzig auf den „GeoGames“ bin ich dann mit Steven zusammen gekommen, den ich als einen der Mystery-Löser Deutschland bezeichnen möchte, und wir haben überlegt, wie wir sinnvoll den bestehenden Auszug erweitern können.

In Mysterys kann ich ja jede erdenkliche Form eines Rätsels verbauen, das mich letztlich dann auf die Ziffern für die finale Koordinate bringen soll – nicht umsonst gibt es ja wirkliche Wälzer an Büchern, die sich mit Verschlüsselungen befassen! Ein Punkt waren z.B. die Grafiken, die sich so im Laufe der Auflagen in „Geocaching“ angesammelt haben, hier konnte uns seine Frau Petra (großen Dank an dieser Stelle) enorm weiterhelfen, da die nun alle in einem Stil gezeichnet sind.

 

★★★

Das hört sich ziemlich faszinierend und vielschichtig an! Kannst du uns kurz einen Mystery umreißen, der dir dauerhaft im Gedächtnis geblieben ist (… und vielleicht auch eine Aufgabenstellung, an der selbst du gescheitert bist)?

Gescheiterte – och, da habe ich noch einen ganzen Stapel, die gelöst werden wollen ;-) Mir fallen zwei Caches ein, die ich im Urlaub in Dänemark gelöst habe – und zwar nicht, wie sonst meist üblich vor dem heimischen PC, sondern draußen im Gelände:

  • Bei dem einem fanden wir über eine Cache-Serie verteilt 4 Koordinaten, also Positionen aus denen wir den Schnittpunkt bilden mussten, um auf die finale Koordinate des Caches zu kommen. Das konnten wir dann mit einem Normalen Outdoor-GPS, lösen – wie das geht habe ich in dem neuen Buch beschrieben.
  • Bei dem anderen ging es um Kunstwerke in der dortigen Stadt wo einige Aufgaben gelöst werden mussten. Als Auswärtige wussten wir natürlich nicht, wo diese Kunstwerke standen und sind so zufällig auf dem Weg zu Freunden drüber gestolpert, haben die Aufgaben gelöst und sind so zu der finalen Dose, die hinter einem Schild auf einem Parkplatz angebracht war gelangt. Das war eine kleine braune Nano-Dose mit nur einem Logstreifen drin, in etwa so klein wie eine Hutmutter. Vor lauter Freude diesen Mystery in der dänischen Sprache verstanden und gelöst zu haben, stupste ich die Dose so unglücklich an, dass sie im Laub der Gosse verschwand – naja, nach 20 Minuten Sucherei haben wir Sie dann wieder gefunden ;-)

 

★★★

Was empfiehlst du Cachern, was Sie unbedingt „am Mann“ haben sollten – außer deinem Buch natürlich -, wenn Sie sich daran machen einen Mystery zu bestreiten?

Ja, ein gutes Team, was unterschiedlich „denkt“, um auch hinter jede Ecke zu kommen, um die der Owner des Mysterys gedacht hat.

Vielen Dank für deine Antworten Markus!


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