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Wanderurlaub in Nepal – die dritte Etappe

13.10.2015 17:15| Jeff in der Natur| geschrieben von Dieter Liou

Wanderurlaub Nepal-Etappe3

Wir hatten das Mount Everset Basecamp - wie in der  zweiten Etappe berichtet - erfolgreich hinter uns gelassen. Am nächsten Tag stand der Aussichtsberg Kala Patthar, 5550m, auf dem Plan. Wir bestiegen ihn aber nur zur Hälfte, weil wir noch bis nach Dingboche absteigen wollten.

Mitsamt Kala Patthar wäre es ein 11 Stunden Tag geworden, das war uns in diesen Höhen zu heftig. Man muss schon sagen, die Höhe macht sich sehr bemerkbar, schon jede noch so kleine Bewegung macht einem zu schaffen, das Herz schlägt selbst im Ruhezustand sehr schnell, man schläft schlechter (u.a. auch, weil man mindestens 4-6 Liter pro Tag trinken sollte, um der drohenden Höhenkrankheit entgegen zu wirken – deshalb muss man auch nachts ständig auf die Toilette und das bei eisigen Temperaturen). Der Körper erholt sich nicht mehr richtig und die Kälte trägt den Rest dazu bei, dass man froh ist, wieder ein paar Höhenmeter absteigen zu können.

Schlechtes Wetter in Lukla verhindert Rückflug

unwetter-im-himalaya-

Abgesehen davon taten uns die doch humaneren Temperaturen echt gut, da wir in den höheren Regionen beide sehr mit unserer Erkältung zu kämpfen hatten.

Hier kam uns zum ersten Mal zu Ohren, das in Lukla schlechtes Wetter sei und keine Flieger starten und landen könnten.

Da zwischen uns und Lukla zu dem Zeitpunkt noch 5 Tage lagen, haben wir uns darüber eigentlich keine Gedanken gemacht, sondern einfach nur genossen.

Ab Tag 15 begann etappenweise der Abstieg, um an Tag 18 Lukla zu erreichten. Das Wetter wurde immer schlechter, je mehr wir uns dem vermeintlichen „Ziel“ näherten. Lukla war komplett überfüllt mit Touris, nur durch Zufall haben wir eine Unterkunft gefunden. Viele mussten schon in Not-Zelten übernachten. Die Stimmung bei den Festsitzenden war sehr gedämpft, da viele schon seit 5 Tagen hier auf besseres Wetter und das Ausfliegen aus dem Gebirge warteten und teilweise auch schon ihre internationalen Heimflüge verpasst hatten.

Wir sahen alles noch relativ entspannt, hatten ja auch ein Dach über dem Kopf und NOCH genügend zu essen!

Abgesehen davon erwarteten wir an diesem Tag unseren in Lobuche kennengelernten Freund Radek, den wir auch in Namche Bazar noch einmal getroffen hatten.

Wiedersehen macht Freude!

Taksindu La Pass

Mit ihm zusammen wirkten wir der schlechten Stimmung entgegen und aßen uns durch sämtliche Buff-Momo-„Restaurants“ (Buff-Momo = gefüllte Teigtaschen mit Büffelfleisch) und tranken ein paar Bier!

Den geplanten Rückflug nach Kathmandu für den nächsten Tag hatten wir bereits abgehakt.

Nach dem Telefonieren mit den Familien war uns klar, dass wir schon in aller Munde waren – in Lukla saßen laut den internationalen Medien ca. 2500 Menschen fest, das Wetter sollte scheinbar weiterhin schlecht bleiben und das Essen drohte angeblich knapp zu werden.

 

Die Abenteuerreise durchs Himalaya geht weiter

Nun nahm unser eigentlich zu diesem Zeitpunkt bereits beendetes Abenteuer einen ganz anderen Lauf als geplant…

Unser Rückflug nach Kathmandu am Freitag, den 04.11.2011, fand wie erwartet nicht statt. „Kein Problem“ dachten wir, „wir fliegen ja auch erst am Montag zurück nach Deutschland und zur Not lassen wir uns mit dem Helikopter ausfliegen, wie manch andere Touristen, das kostet halt etwas“. Der Ernst der Lage wurde uns im Laufe der Zeit immer mehr bewusst, zumal auf den Aushängen für Heliflüge ständig der Preis angehoben wurde, zuletzt auf bis zu 700US$ pro Person!

Nachdem sich unsere Agentur bei unserem Guide Pasang gemeldet hatte, dass sie uns einen Helikopter für nur ca. 150€ besorgt hätten, mussten wir auf Druck der Agentur hin fluchtartig Lukla verlassen und in ein 550m tiefer gelegenes Dorf rennen. Radek kam mit uns. Surke (2290m) – so hieß das Dorf, das aus gerade einmal 3 Häusern bestand – war heimgesucht worden von mindestens 250 Menschen, die alle wie wir auf einen Heli warteten.

Unsere Agentur versicherte ständig per Handy, dass unser Heli gleich kommen würde – dem war aber nicht so. Bei Einbruch der Dunkelheit war uns klar, dass heute weder ein Heli kommen würde, noch, dass wir zurück nach Lukla aufsteigen konnten. So mussten wir privat bei Nepali unterkommen. Wir klopften an einer Tür und baten sie um einen Schlafplatz und etwas zu Essen.

Bei uns daheim wäre so etwas undenkbar, aber die Nepali öffneten ihre Tür und haben uns aufgenommen, für uns gekocht und uns bei sich schlafen lassen.

Am nächsten Tag warteten wir wieder mehrere Stunden auf den versprochenen Heli, der jedoch nicht kam. Mittags entschlossen wir, entgegen Pasangs Anweisungen, wieder nach Lukla aufzusteigen. Uns war nun klar, dass wir unseren Heimflug nach Deutschland verschieben mussten. Per Internet war eine Umbuchung nicht möglich, deshalb wollten wir das telefonisch über die Fluggesellschafts-Niederlassung in Kathmandu machen. In Nepal ist der Samstag aber unserem Sonntag gleich zu setzen, weshalb niemand erreichbar war.

Am Sonntagmorgen sagten sie uns dann am Telefon, dass wir weder umbuchen, noch stornieren könnten und so war der Flug nun in den Sand gesetzt. Wegen immer wieder abbrechenden Internet- und Telefonverbindungen konnten wir im Reisebüro in Deutschland nur noch Bescheid geben, dass sie uns für das kommende Wochenende einen Heimflug buchen müssen. Eine Rückbestätigung konnten wir nicht mehr abwarten, denn wir hatten den Entschluss gefasst, am nächsten Tag zusammen mit Radek aufzubrechen, um zu Fuß aus dem Hochgebirge hinaus zu wandern. Wir wussten, dass von dem 6 Tage entfernten Jiri Bazar Busse nach Kathmandu fahren. Wir hatten jedoch nur einen Spielraum von 4 Tagen bis nach Jiri, da die Busfahrt wohl auch noch 12 Stunden dauern sollte!

Auch wenn ein wenig tierische Unterstützung sicherlich ganz nett gewesen wäre, haben wir uns ohne die Paarhufer auf den Weg gemacht.

So machten wir uns am Montagmorgen, den 07.11. (Tag 22 in den Bergen), in aller Herrgottsfrühe auf den Weg in Richtung Jiri. Uns erwarteten 4 Tage mit je 9-10 Stunden Wandern, unzählige Höhenmeter aufwärts wie auch abwärts. In den 4 Tagen waren 5 Pässe zu überwinden! Unser Guide Pasang blieb in Lukla zurück, wir 3 waren auf uns alleine gestellt.

landschaft-in-nepal

Und hier nahm die Reise eine unglaubliche Wendung, denn aus dem anfänglichen Unmut über den ganzen Ärger in Lukla und die unfreiwillige Verlängerung des Himalaya-Trips entwickelte sich ein vorher nicht dagewesenes Freiheitsgefühl und eine absolute Zufriedenheit, denn wir durften noch ein ganz anderes – ein ursprüngliches - Nepal kennenlernen! Wir sind so dankbar, dass wir diese 4 Tage dort erleben durften, sie sind eigentlich zum Highlight der ganzen Tour geworden!

Völlig erschöpft, aber überglücklich und dankbar über unsere unfreiwillige Nepal- Verlängerung kamen wir nach 9 ½ Stunden in Jubhing (1680m) an.

Ein Ort, wie aus einer längst vergessenen Zeit. Hier steht die Zeit scheinbar still - ein Tag hat noch 24 Stunden und die Schnelllebigkeit, den Stress und die Hektik aus unserer Welt kennt man hier nicht!

Am nächsten Tag starteten wir wieder um kurz nach 6 Uhr. Uns erwarteten 10 ½ Stunden Wandern, ca. 2500Hm hoch und 1500Hm hinunter.

Über den Taksindu La Pass (3070m) führte der Weg nach Junbesi, 2700m.

Wieder durchwanderten wir traumhafte Landstriche Nepals - die Natur war so wunderschön!

Am dritten Verlängerungstag führte unser Weg über den Lamjura La Pass (3550m), wo wieder Schnee lag und Eiszapfen an den Rhododendronsträuchern hingen. Über Kinja (1630m) ging es nach Gorunda (1800m). 10 Stunden, 1500Hm hoch, 2300Hm nach unten. Da wir bei Dämmerungseinbruch noch längst nicht am gesteckten Tagesziel waren, mussten wir handeln und haben kurzer Hand wieder einmal bei Nepali privat um Obhut gebeten. Inmitten einer Orangenplantage, zwischen Bananenbäumen und Bambus durften wir erleben, was wahrscheinlich nur wenige über ihren Nepal-Trip erzählen können. Wir sind bei einem Bauern untergekommen, der 52 Ziegen besitzt, er stellte uns die Betten seiner Familie zur Verfügung und bekochte uns gemeinsam mit seiner Frau.

Nepali-gastfreundschaft

 

Letzter Tag unseres Abenteuerurlaubs in Nepal


Am vierten und damit letzten Verlängerungs-Trekkingtag galt es noch einmal, die Zähne zusammen zu beißen und in 9 Stunden 2000Hm hoch und ca. 2000Hm hinunter zu wandern. Erleichtert und doch auch schweren Herzens liefen wir an diesem Tag noch einmal zur Höchstform auf und genossen diesen letzten Tag im Himalaya! Wir mussten gleich zwei Pässe überqueren, zuerst den Deurali Pass (2710m), danach ging es abwärts bis zu dem Ort Shivalaya (1770m) und dann noch einmal hoch zum nächsten und letzten Pass auf 2340m, bevor wir in Jiri Bazar (1955m) ankamen.

Komisches Gefühl, nach 25 Tagen Trekking in den Bergen plötzlich wieder motorisierte Fahrzeuge zu sehen, zu hören und zu riechen! Das war eine völlige Reizüberflutung für uns. Überall Lärm und Menschengewusel!

Überglücklich darüber, dass wir die ganze Strecke tatsächlich in der vorgegebenen Zeit geschafft hatten, aber auch zutiefst traurig über das Ende unseres Abenteuers, haben wir den Abend in Jiri bei einem oder zwei… Bier gemütlich ausklingen lassen.

Am nächsten Tag, also am Freitag, den 11.11.2011, fuhren wir früh morgens mit einem Jeep innerhalb 7 Stunden zurück nach Kathmandu. Der Bus hätte ca. 12 Stunden gebraucht und da wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, ob und wann unser Heimflug tatsächlich ging, wollten wir keine Zeit verlieren.

Zurück in Kathmandu waren wir froh darüber, dass der Heimflug tatsächlich auf den  nächsten Tag gebucht war, da wir den Trubel, den Lärm und Gestank in der Stadt als unglaublich lästig empfanden.

Zuvor jedoch erfüllten wir uns das, wovon wir tagelang schon geredet und geträumt hatten – das, was uns tagelang vorangetrieben hatte: wir gingen ins beste Steakhouse der Stadt und aßen ein gutes und großes Stück Fleisch!!!

 

Jiri-bazar-nepal

 

Gut ausgestattet mit der Outdoor Bekleidung von Jeff Green

Ein herzliches Dankeschön an Jeff Green für die zum Testen bereitgestellte Outdoor-Bekleidung, die uns zu unserer vollsten Zufriedenheit vor jedem Wetter geschützt & uns gut gekleidet hat.

Da während unseres Trips jede Temperatur von -25°C bis +25°C, sowie von Schneegestöber, über Regen und eisigem Wind bis tropischem Klima so ziemlich alles dabei war, taten wir gut am so oft bewährten Zwiebel-Prinzip!

Es sei vielleicht auch zu erwähnen, dass unser Nepal-Trekking eine besondere Bestandsprobe für das Material war. Neben Staub und Dreck, Schnee und Eis mussten die Klamotten dem einen oder anderen Fels und Stein standhalten, an dem man zu eng vorbei lief oder an dem man entlang rutschen musste. Die Oberbekleidung war zusätzlich noch den Trägern des Rucksacks ausgesetzt, welche keinerlei Spuren auf den Outdoorjacken und Sweatshirts hinterließen, was auf gute Verarbeitung und qualitativ hochwertiges Material schließen lässt.

Am Rande noch ein (Tabu-)Thema: wir hatten unterwegs nicht die Möglichkeit zu waschen. Auch wir selbst konnten uns nur im 10-Tages-Rhythmus duschen! Ebenso bestand die Möglichkeit nicht, unendlich viel Kleidung dabei zu haben. Somit mussten wir über die ganze Dauer mit unseren paar Sachen auskommen. Ohne die richtigen Funktionstextilien hätten wir das wohl kaum unbeschadet überstanden ;-).

Die Kleidung von Jeff Green hat zu jeder Zeit beste Dienste geleistet.

Auch nach dem Nepal-Trip sind die Klamotten ein ständiger Begleiter in Sport und Freizeit geblieben!

 


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